Hallo! Wir sind die Freiwillige Feuerwehr Herdorf.

Unser Löschzug wurde im Jahre 1898 gegründet und ihm gehören momentan ca. 50 ehrenamtliche Mitglieder zwischen 16 und 63 Jahren im aktiven Dienst an, darunter auch 4 Frauen, die für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sorgen. Neben den Einsätzen haben wir regelmäßige Übungsdienste, um immer bestens auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Was bedeutet Freiwilige Feuerwehr?

Die meisten Feuerwehren in Deutschland sind sogenannte Freiwillige Feuerwehren, denn eine Berufsfeuerwehr wird erst ab 100.000 Einwohnern benötigt. Der Unterschied sind die Mitglieder. Bei der Berufsfeuerwehr sind die Feuerwehrleute angestellt, bekommen ein Gehalt und die Wache ist rund um die Uhr besetzt. Eine Freiwillige Feuerwehr, wie wir es sind, ist eher ein Hobby mit Verpflichtungen.

Hobby - Alle Mitglieder arbeiten in einem anderen Beruf und helfen ihren Mitbürgern in Not. Geld bekommen wir keins und das Feuerwehrhaus ist auch nicht rund um die Uhr besetzt.

Verpflichtungen - Beim Eintritt in die Feuerwehr wird man verpflichtet. Das bedeutet, dass man bei Einsätzen kommen muss und seine jährlichen Übungstunden absolvieren muss. Man könnte auch sagen; der Ein- und Austritt in die Freiwillige Feuerwehr sind freiwillig. Der Dienst an sich ist dann Pflicht.

Ablauf einer Alarmierung:

Wenn ein Bürger in Herdorf Hilfe benötigt und den europaweiten Notruf 112 wählt, wird dieser mit der Leitstelle in Montabaur verbunden. Hier gehen alle Notrufe für die Feuerwehr und Rettungsdienst im Kreis ein. Der Disponent wird nun nach und nach die sogenannten 5-W-Fragen stellen:

1. Wo ist es passiert?

2. Was ist passiert?

3. Wie viele Verletze gibt es?

4. Welche Art von Verletzungen sind vorhanden?

5. WARTEN !

Legen Sie erst auf, wenn der Disponent Sie dazu auffordert! Danach hilft es uns, wenn Sie sich an die Straße stellen und uns einweisen. Hat der Disponent nun alle Daten im System eingegeben, wertet ein Programm aus, welche Einheiten alarmiert werden müssen. Nun folgt die eigentliche Alarmierung. Alle aktiven Mitglieder führen dazu einen Funkmeldeempfänger, auch Piepser genannt, mit sich. Bei Großeinsätzen, z.B. mit Menschenleben in Gefahr, heulen zu dem auch die Sirenen auf, um auf die große Dringlichkeit und Gefahr hinzuweisen. Die Feuerwehrleute lassen jetzt alles stehen und liegen und machen sich auf den Weg zum Feuerwehrhaus, egal ob sie auf der Arbeit oder bei der Familie sind oder schlafen.

Am Feuerwehrhaus angekommen hat jeder Kamerad seinen eigenen Spind mit seiner persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Sobald diese angelegt wurde, werden die Fahrzeuge besetzt. Ist ein Fahrzeug voll bestezt, bahnen wir uns mit Blaulicht und Martinhorn den Weg zur Einsatzstelle (Kleiner Hinweis: Nur mit Blaulicht verfügen wir lediglich über Sonderrechte, aber keine Wegerechte! Somit müssten wir laut Gesetz immer mit Martinhorn fahren). Bei Brandeinsätzen rüstet sich der sogenannte Angriffstrupp schon auf der Anfahrt mit einem Atemschutzgerät und Atemschutzmaske aus, denn das spart wertvolle Zeit, die Leben retten kann.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass wir innerhalb von 8 Minuten am Einsatzort ankommen müssen. Anschließend erkundet der ersteintreffende Fahrzeugführer die Lage und der Einsatz wird abgearbeitet.

 

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