Waldbrände

Die Saison ist gestartet.

Jedes Jahr von März bis Oktober ist die Waldbrandgefahr in Deutschland durch die anhaltende Trockenheit erhöht. Auch dieses Jahr gab es bereits die ersten größeren Flächenbrände in unserem Kreis. Grund dafür ist der trockene Waldboden, der auch nach dem regnerischen Februar noch nicht alle Wasserreserven auffüllen konnte, die bereits letztes Jahr ein Defizit aufwiesen. Darum möchten wir Ihnen auf dieser Seite Verhaltensregeln zur Prävention und zum Fall eines Waldbrandes für Ihren nächsten Ausflug mitgeben. Denn jeder kann einen Waldbrand verhindern oder zumindest die Wahrscheinlichkeit minimieren.

Verhalten im Wald

Bei gutem Wetter sind wir alle gerne im Wald unterwegs. Aber ein Waldbrand entsteht selten ohne eine äußere Einwirkung. Deshalb möchten wir Ihnen einige Verhaltenstipps für Ihren nächsten Aufenthalt im Wald mitgeben.

  • Offenes Feuer (Grillfeuer, RAUCHEN) ist im Wald verboten! Bitte auch keine Zigarettenkippen aus dem Auto werfen.
  • Lassen Sie bitte keine Glasscherben oder Flaschen liegen!
  • Parken Sie nicht über trockenem Gras. Die heißen Bauteile des Fahrzeugs könnten dies leicht entzünden! Vermeiden Sie zudem am besten den Einsatz von Maschinen im Wald.
  • Halten Sie Waldwege und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge frei!
  • Melden Sie umgehend Rauchentwicklungen an den Notruf 112!
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Waldbrand zwischen Herdorf und Daaden 2019
Die schlechte Wasserversorgung und das Einbrennen bis in tiefe Erdschichten machen Waldbrände für uns so tückisch.

Was tun, wenns brennt?

  • Unter Beachtung Ihres eigenen Schutzes, versuchen Sie Entstehungsbrände auszutreten oder mit Erde o.ä. abzudecken.
  • Wählen Sie bei einer Rauchentwicklung oder einem Feuer im Wald umgehend den Notruf 112. Jede Sekunde zählt!
  • Geben Sie einen möglichst genauen Ort an! Dabei können Ihnen die Rettungspunkte helfen (s. Abb).
  • Müssen Sie vor einem Feuer die Flucht ergreifen, flüchten Sie entgegen der Windrichtung!

Genaue Ortsangabe im Wald

Bei der Eindämmung eines Flächenbrandes zählt für uns jede Sekunde. Darum ist es von enormer Bedeutung, bei der Alarmierung eine möglichst genaue Ortsangabe zu bekommen. Andernfalls geht viel Zeit bei der Suche nach der Brandstelle verloren. 
Im Wald befinden sich grüne Schilder mit einem weißen Kreuz und einer Nummer darunter. Diese Rettungspunkte sind meist an Bäumen und in der Nähe einer Kreuzung angebracht.

Geben Sie die Nummer bei dem Notruf an!

In einer speziellen Karte können wir anschließend direkt den Ort finden.
Sollte kein Rettungspunkt in Sichtweite sein, schildern Sie ihre Umgebung und eventuell besondere Objekte. Alternativ suchen Sie umgehend den nächstgelegenen Rettungspunkt oder eine allseits bekannte Stelle (Wanderparkplatz etc.) auf. Uns ist sehr geholfen, wenn sie nach dem Notruf an diesem Punkt verbleiben und die Rettungskräfte dort einweisen.
Mit Ihrer Hilfe können größere Waldbrände verhindert werden!

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Rettungspunkt an einer Waldwegekreuzung in Herdorf. Anhand der schwarzen Nummer "5213-066" kennen wir sofort den Standort des Anrufers.

Die aktuelle Waldbrandgefahr (vom deutschen Wetterdienst):